Teekenner: So erkennt man qualitativ hochwertigen Tee

Wie lässt sich guter von schlechtem Tee unterscheiden und woran erkennt man einen hochwertigen Tee?

Um diese Frage zu beantworten, gilt es sich mit einigen wichtigen Aspekten rund um den Tee zu befassen, die für gewöhnlich nur professionelle Teekenner wissen.

Um die Welt des Tees besser kennenzulernen und qualitativ hochwertigen Tee erkennen zu können, erklären wir in unserem nachfolgenden Ratgeber, auf welcher Ur-Teepflanze die heutigen verschiedenen Teesorten beruhen, die unterschiedlichen Herstellungsmethoden von Tee und wie sich Topqualität erkennen lässt.

Die Ur-Teepflanzen

Alle heutigen Teesorten basieren auf zwei unterschiedlichen asiatischen Ur-Teepflanzen derselben Gattung, nämlich der Camellia.

Eine der beiden, die Camellia sinensis stammt aus dem Mittel- und Hochland in Südchina. Sie gedeiht, umsäumt von Bergwäldern zu einem Busch oder einem Baum und findet sich vor allem in den Provinzen Guizhou, Sichuan, Yunnan und Hunan. Besonders in der Region Xishuangbanna finden sich heute einzelne Exemplare, die bis zu 1700 Jahre sind.

Als zweite Urpflanze zählt die Camellia assamica, deren Heimat in tropischen Urwäldern im indischen Assam liegt. Neben China und Indien zählen insbesondere Indonesien, Sri Lanka und Japan zu den Hauptanbaugebieten. Weitere Kultivierungsgebiete liegen in Amerika, Europa und Afrika.

Die verschiedenen Herstellungsmethoden

Allein die unterschiedliche Herstellungsmethode bestimmt die endgültige Farbbezeichnung wie beispielsweise grüner, schwarzer oder weißer Tee. Schwarzer Tee wird bei der Herstellung fermentiert, wodurch sich die Blätter braun färben, grüner Tee hingegen wird nicht fermentiert, sondern gedämpft.

Wie lässt sich Topqualität bei Tee erkennen

Die vier wichtigsten Kriterien für die Auswahl eines erstklassigen Tees sind zum einen die Frische, diese lässt sich daran erkennen, ob der Tee einen feinen, nicht zu stark aromatisierten Teegeruch und eine natürliche Farbe der Teeblätter aufweist.

  • Frischer Tee lässt sich unter anderem auch daran erkennen, dass die Teeblätter eine weiche Konsistenz aufweisen und im Gegensatz zu altem Tee nicht einfach zwischen den Fingern zerkrümelt werden kann.
  • Alter Tee hingegen ist stets matt, hart, trocken und die einzelnen Blätter zeigen unterschiedliche Formen.
  • Ein weiteres Kriterium ist die Natürlichkeit, denn ein Tee von exzellenter Qualität enthält weder Farb-, Zusatz-, Geruchs- noch Konservierungsstoffe.

Zum Kriterium Nummer drei zählt ein ungeteiltes Teeblatt, dies bedeutet, dass der Tee nicht als Staub in Teebeuteln landet oder als minderwertiges Pulver oder als Pellet angeboten wird.

Beim Kriterium Nummer vier spielt die Homogenität des Naturprodukts Tee eine entscheidende Rolle, was nichts anderes bedeutet, als dass die Teeblätter im Durchschnitt alle die Größe und dieselbe Form und Farbe besitzen.

 

Die bedeutsamsten Verkostungsregeln für die Wahl eines hochwertigen Tees:

Neben den oben erwähnten Qualitätskriterien für herausragenden Tee gilt es auch bestimmten Verkostungsregeln Beachtung zu schenken.

An erster Stelle steht dabei der reine und natürliche Geschmack, der ohne Zusätze auskommt und völlig unverfälscht sein sollte. Danach folgt ein natürliches und intensives Aroma, welches sich direkt nach dem Aufgießen zeigt und noch eine Zeit lang in der bereits geleerten, noch heißen Tasse nachwirkt. Auch die Mannigfaltigkeit der unterschiedlichen Geschmacksnoten gilt es zu beachten, die sich je nach Teesorte in den Noten Nüsse, Honig, Blume oder Milch zeigen.

Daneben zählt ein ausgeprägter und lang andauernder Nachgeschmack und ein mehrmaliges Aufgießen, wie es bei klassischen Teezubereitungen in China üblich ist, zu den Qualitätskriterien für die Verkostung eines guten Tees. Zu guter Letzt bewirkt erstklassiger Tee, je nach Teesorte und individuellem Empfinden eine entspannende oder auch anregende Wirkung. Vielfältige Teesorten von guter Qualität gibt es beispielsweise im TeaClub Onlineshop.

Hochwertiger Tee durch den perfekten Erntezeitpunkt

Ein weiteres Indiz für hochwertigen Tee liefert der Erntezeitpunkt, denn dieser entscheidet maßgeblich über die Qualität und nicht zuletzt über die Geschmacksintensität.

Die erste Pflückung des Darjeeling-Tees, die grundsätzlich im April stattfindet, trägt beispielsweise die Bezeichnung “First-Flush” und weist in aller Regel junge, kleine Blätter auf, die ein frisches und fein blumiges Aroma liefern. Dann folgt die Ernte im Mai mit der Bezeichnung “Inbetween” und von Ende Mai bis Juni die Pflückung “Second-Flush”, die eine aromatische und würzige Note hervorbringen. Danach folgen ab Juli eher geringwertige Ernten, die die erstklassige Qualität der ersten und zweiten Pflückung nicht erreichen.

 

Foto: © sonyakamoz/adobe.com

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