Blumenkohl – mehr als nur ein Gemüse

Ein Glas Bier, eine fettige Pizza und dazu eine Runde Roulette. So oder so anders vertreiben sich Menschen ihre Zeit. Und auch wenn der Spaßfaktor durch das Spielvergnügen vorhanden ist, kann der Körper dauerhaft eine solch ungesunde Art der Ernährung nicht kompensieren. Doch welche Möglichkeiten gibt es heutzutage, nicht auf Lieblingsspeisen wie Pizza und Co. zu verzichten und trotzdem gesund zu leben?

Wie aus einem Blumenkohl eine Pizza wird

Man könnte nun statt auf Roulette auf einen Slot setzen und das Bier durch ein Glas Wein ersetzen, doch wie viel wäre dabei wirklich gewonnen? Auf alles zu verzichten ist auch gar nicht Sinn der Sache, doch wenn sich lecker und gesund miteinander verbinden lassen, ist das doch immerhin einen Versuch wert.

Hand aufs Herz: Wer denkt beim Blumenkohl an eine Pizza? Niemand! Dabei ist es in der Low-Carb-Küche längst kein Geheimnis mehr, dass der Blumenkohl die ideale Basis für einen gesunden und nahrhaften Pizza-Boden darstellt. Und ein weiterer Vorteil ist, das Gemüse lässt sich saisonal sogar regional kaufen.

Und wie funktioniert das ganze nun? Im ersten Schritt wird der weiße Kohlkopf durch einen Mixer gejagt und zu Blumenkohlreis verarbeitet. Dieser wird dann im Backofen bei 200 Grad für ca. 10 Minuten getrocknet. Anschließend müssen die kleinen weißen Brösel abkühlen. Zugegeben, mit Pizza hat das ganze noch nicht viel gemeinsam.

Nun folgt die Mischung mit zwei Eiern und ca. 100 Gramm Reibekäse (bezogen auf einen Blumenkohl-Kopf). Gut verknetet, gründlich gewürzt und vermischt, wird die Masse nun erneut aufs Backblech gegeben und bei 200 Grad für rund 15 Minuten gebacken.

Roulette

Belegt, gebacken, genossen

Nun kommt der wichtigste Schritt: Der saftige und leckere Belag. Ob Hähnchen-Filets oder Paprikastreifen, ob Salami, Schinken oder Mozzarella, erlaubt ist was schmeckt. Natürlich können Kalorien-Junkies auch hier darauf achten, dass fettige Salami mit Putenbrust ersetzt wird und dazu reichlich Gemüse zum Einsatz kommt.

Basis ist allerdings immer eine leckere Sauce, denn sonst wird der Blumenkohl-Boden schnell zu trocken. Ob Tomatensauce oder alternativ eine experimentelle Sauce Hollondaise bleibt dem Koch überlassen.

Sobald der Pizzaboden belegt ist, wandert er erneut in den Ofen, nun zum letzten Mal. Rund 10 – 12 Minuten Zeit braucht es, bis die knusprige Pizza verzehrbereit ist. Und der Geschmack? Herrlich! Der Blumenkohl schmeckt äußerst neutral und bringt dadurch den Belag noch besser zur Geltung. Kalorienarm, vitaminhaltig und ideal für die Low-Carb-Küche geeignet.

Was Blumenkohl noch so alles kann

Mit seiner Eigenschaft als Pizzaboden-Alternative hat der weiße Kohl Freunde gewonnen. Doch er kann noch mehr. Low-Carb-Genießer nutzen den weißen Riesen als Ersatz für Reis und das in äußerst schmackhafter Kombinationsvielfalt. Vom Nasi Goreng über die würzige Reispfanne ist hier alles möglich.

Die Zubereitung von Blumenkohlreis ist denkbar einfach, auch wenn bereits vorgefertigte Produkte im Supermarkt erhältlich sind. Es braucht nichts als einen Kopf Blumenkohl und einen guten Mixer. Einmal gehackt wird der Reis einfach mit etwas Butter oder einem hochwertigen Öl in der Pfanne bis zur gewünschten Bräune gebraten. Er lässt sich ideal mit süffigen Saucen kombinieren, da er als geschmacksneutrale Beilage den Geschmack der Sauce wunderbar zur Geltung bringt.

Der Blumenkohl macht deutlich, dass Gemüse mehr ist als eine langweilige Beilage und sogar Ambitionen hat, zum echten Trendsetter zu werden.

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