Vorteile von regionalen Produkten

Eine gesunde Ernährung basiert auf Ausgewogenheit und Abwechslung, einer hohen Lebensmittelqualität, Naturbelassenheit und Nährstoffreichtum. Diese Kriterien werden durch eine regionale und damit saisonale Ernährung ideal erfüllt. 

Eine regionale Ernährung wird dabei durch den Verzehr von Lebensmitteln realisiert, die aus der eigenen Region stammen. Immer mehr Landwirte setzen sogar einen Verkaufsautomaten für regionale Produkte ein, durch welche eine Versorgung rund um die Uhr mit leckerem Gemüse, Obst, frischen Eiern oder hochwertigem Fleisch gewährleistet wird. Welche Vorteile die Ernährung mit regionalen Produkten dabei bietet, zeigt der folgende Beitrag. 

Großer Reichtum an Nährstoffen

Das vollständige Nährstoffprofil von Gemüse und Obst entfaltet sich erst, wenn dieses vollständig gereift ist. Werden die Früchte jedoch am Ende der Welt geerntet, wenn diese eigentlich noch gar nicht reif sind, können sie ihr Nährstoffprofil nicht mehr weiter ausbauen. 

Basiert die Ernährung allerdings hauptsächlich auf regionalen Produkten, die erst geerntet werden, wenn sie wirklich reif sind, verfügt die verzehrte Nahrung über die höchstmögliche Menge an wichtigen Nährstoffen. 

Ausgewogen und abwechslungsreich 

Zwar ist die Zufuhr von Nährstoffen äußerst wichtig, jedoch muss auch eine gewisse Abwechslung gewährleistet sein. Wer sich nur auf eine einzige Obst- oder Gemüsesorte beschränkt, verzichtet stets auf viele andere Mineralien und Vitamine. 

Der Vorteil der regionalen Ernährungsweise besteht darin, dass ganz automatisch für die nötige Abwechslung gesorgt ist. Schließlich sind in den unterschiedlichen Jahreszeiten auch verschiedene Lebensmittel verfügbar, die stets eine spezifische Nährstoffzusammensetzung aufweisen. 

Qualität und Naturbelassenheit 

Verbraucher können kaum nachvollziehen, ob es sich bei ihren Lebensmitteln um qualitativ hochwertige und wirklich naturbelassene Produkte handelt, wenn diese vom anderen Ende der Welt stammen. Zwar sind diese Faktoren auch bei regionalen Produkten nicht auf den ersten Blick abzulesen, jedoch besteht immerhin die Möglichkeit, die entsprechenden Informationen über den regionalen Landwirt beziehungsweise den Erzeuger zu beziehen. 

Diese könne beispielsweise auf dem Wochenmarkt hinsichtlich des Einsatzes von Dünger und Pestiziden befragt werden. Wird der Hof selbst besichtigt, ist es oft möglich, noch mehr über die Herstellungsweise und die Qualität der Produkte in Erfahrung zu bringen. 

Unterstützung der regionalen Landwirte

Für eine regionale und damit saisonale Ernährungsweise spricht auch, dass die heimischen Landwirte durch diese in hohem Maße unterstützt werden. Durch die immer komplexer werdenden Verfahren der Herstellung, die hohe Nachfrage nach Massenware, Subventionen und große Konzerne kämpfen viele lokale Landwirte darum, sich gegen den industriellen Wettbewerb durchzusetzen. 

Werden regionale Erzeugnisse gekauft, verbleibt das Geld in der eigenen Region, wo dieses dann erneut investiert werden kann. Doch nicht nur der wirtschaftliche, sondern ebenfalls der soziale Aspekt ist dabei von Bedeutung. Es geht darum, den Mitmenschen in der Nähe Solidarität zu zeigen.  

Reduzierung des eigenen CO2-Abdrucks 

Auch die Umwelt profitiert von einer regionalen Ernährung in hohem Maße, schließlich gestalten sich bei dieser die Wege für den Transport der Ware wesentlich kürzer. Es ist nicht nötig, dass Obst, Gemüse und andere Produkte eine Reise mit dem Flugzeug oder dem Schiff über viele tausende Kilometer zurücklegen.  

Die regionalen Produkte müssen lediglich kurze Strecken vom Feld zu den Marktständen bewältigen. Der eigene CO2-Abdruck kann somit durch den Verzehr regionaler und saisonaler Produkte maßgeblich reduziert werden. Dies kommt der Natur und der Umwelt in hohem Maße zu Gute. 

Foto: © regionalen Produkten/ adobe.com

 

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