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Mehr Umsatz ohne mehr Personal: Automatisierung in Gastronomie & Hotellerie

Woman making photo of a meal on her smartphone
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Fachkräftemangel, steigende Kosten und wachsende Gästeerwartungen setzen Gastronomie und Hotellerie zunehmend unter Druck. Gleichzeitig bleibt der Anspruch hoch: schneller Service, individuelle Betreuung und reibungslose Abläufe. Die Lösung liegt für viele Betriebe in der Automatisierung – nicht als Ersatz für Gastfreundschaft, sondern als strategisches Werkzeug, um mehr Umsatz mit bestehenden Teams zu erzielen. Self-Service-Angebote, KI-gestützter Support und smarte Prozesse zählen aktuell zu den wichtigsten Hebeln.

Self-Service steigert Tempo und Bonhöhe
Digitale Bestell- und Bezahlmöglichkeiten gehören längst nicht mehr nur zu Systemgastronomie oder Flughäfen. QR-Code-Speisekarten, Self-Order-Terminals oder mobile Payment reduzieren Wartezeiten und entlasten den Service spürbar. Gäste bestellen eigenständig, Zusatzoptionen werden klar sichtbar präsentiert, und Upselling-Vorschläge lassen sich automatisiert integrieren. Das Ergebnis: höhere Durchschnittsbonwerte bei gleichzeitig geringerem Personalaufwand im Service.

Auch im Hotelbereich zeigen Self-Check-in- und Check-out-Lösungen Wirkung. Digitale Schlüsselsysteme, Automaten in der Lobby oder Pre-Check-in per Smartphone ermöglichen Anreisen rund um die Uhr – ohne zusätzliche Rezeptionisten. Das verbessert nicht nur die Auslastung, sondern erhöht auch die Zufriedenheit von Gästen, die Flexibilität erwarten.

KI-Support entlastet Teams im Alltag
Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zum unsichtbaren Assistenten im Hintergrund. Chatbots beantworten häufige Gästeanfragen automatisch – etwa zu Öffnungszeiten, Allergenen, Zimmerverfügbarkeit oder Parkmöglichkeiten. In Hotels können KI-Systeme Reservierungen vorsortieren, E-Mail-Anfragen strukturieren oder Angebotsvorschläge erstellen. In Restaurants helfen KI-Tools bei der Personalplanung, indem sie historische Daten, Wetterprognosen und Nachfrage analysieren, um Schichtpläne effizienter zu gestalten.

Auch im Marketing eröffnet KI neue Chancen: Automatisierte Newsletter, personalisierte Angebote oder dynamische Preisstrategien lassen sich ohne großen Zeitaufwand umsetzen. So bleibt mehr Raum für das, was wirklich zählt – den direkten Kontakt zum Gast.

Smarte Prozesse sparen Zeit und Fehlerkosten
Neben sichtbaren digitalen Lösungen liegt enormes Potenzial in der Optimierung interner Abläufe. Vernetzte Kassensysteme, digitale Warenwirtschaft und automatisierte Bestellprozesse reduzieren manuelle Arbeitsschritte und minimieren Fehler. Lagerbestände können automatisch überwacht, Nachbestellungen ausgelöst und Lieferzeiten besser geplant werden. Küchen profitieren von digitalen Bon-Systemen, die Bestellungen strukturiert weiterleiten und Prioritäten sichtbar machen.

Im Hotel sorgen integrierte Property-Management-Systeme dafür, dass Buchungen, Housekeeping, Rechnungsstellung und Gästekommunikation ineinandergreifen. Das reduziert Abstimmungsaufwand und verhindert Informationsverluste zwischen Abteilungen.

Automatisierung als Wettbewerbsvorteil
Wichtig ist: Automatisierung ersetzt nicht den Menschen, sondern verschiebt den Fokus. Wenn Routineaufgaben digital ablaufen, gewinnen Mitarbeitende Zeit für Beratung, Servicequalität und persönliche Gästebeziehungen – also genau jene Faktoren, die langfristig Umsatz und Loyalität steigern.

Gerade in einem angespannten Arbeitsmarkt wird Automatisierung damit zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Betriebe, die frühzeitig in Self-Service, KI-Support und smarte Prozesse investieren, sichern sich nicht nur effizientere Abläufe, sondern auch bessere Skalierbarkeit für zukünftiges Wachstum.

Die zentrale Erkenntnis: Mehr Umsatz braucht nicht zwangsläufig mehr Personal – sondern vor allem intelligentere Prozesse.