Problem Food Waste – aktueller denn je

Food Waste, also Lebensmittelverschwendung, ist ein Problem unserer Zeit, kostet die Betroffen eine viel Geld und lässt sich leicht verhindern. Für eine aktuelle repräsentative Forsa-Studie, für welche 1.230 Personen im Auftrag von RaboDirect befragt worden sind, kam für den Erhebungszeitraum zwischen Frühjahr 2018 und 2019 zu erschreckenden Ergebnissen.

Problem Food Waste - aktueller denn je

Food Waste – Wegwerfen von Lebensmitteln (zu viel zubereitet, zu viel eingekauft)

  • 32 Prozent aller Deutschen warfen Lebensmittel weg, da zu grosse Portionen gekocht worden sind
  • 29 Prozent erwarben zu grosse Mengen an Lebensmitteln und konnten diese nicht alle zubereiten. Dies betrifft 37 Prozent der 30 bis 44-Jährigen

Food Waste – Wegwerfen von Lebensmitteln aus Unkenntnis der Kennzeichnung „Mindesthaltbarkeitsdatum“ (MHD)

Das harmonisierte EU-Recht sieht bei Lebensmitteln zwingend vor, diese mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) zu versehen. Das MHD definiert, bis zu welchem Termin ein Lebensmittel bei sachgerechter Lagerung ohne gesundheitliches Risiko geniessbar ist. Viele Konsumenten glauben jedoch, dass das MHD dem Verbrauchsdatum gleichzusetzen ist. In Wahrheit ist ein Lebensmittel normalerweise auch nach dem angegebenen Datum noch konsumierbar. Nach dem MHD kann sich jedoch sein Aroma oder die Konsistenz verändern, am Austrocken sein oder gar Bakterien oder Schimmelpilze aufweisen

Der Gesetzgeber sieht vor, dass Produkte mit Verbrauchsdatum – im Gegensatz zu Lebensmitteln mit Mindesthaltbarkeitsdatum – nach diesem Datum nicht mehr verkauft werden dürfen. Denn beim Verzehr bestehen erhöhte gesundheitliche Risiken.

Problem Food Waste - aktueller denn je
Food Waste – RaboDirect Sparstudie Infografik “Arten der verschwendeten Lebensmittel.” Quelle: obs/RaboDirect Deutschland

Mit klugem Einkaufen und richtiger Lagerung lässt sich viel Geld sparen

Unsere Tipps:

  • Werfen Sie vor dem Einkauf einen Blick in den Kühlschrank, erstellen Sie eine Einkaufsliste für ihre geplanten Speisen. Halten Sie sich wenn möglich an diese und genehmigen Sie sich nicht „zu viele Ausnahmen“
  • Achten Sie beim nächsten Besuch im Supermarkt oder in Ihrem Lebensmittel-Fachgeschäft darauf, wirklich nur jene Mengen an verderblichen Früchten und Gemüse einzukaufen, welche Sie vor dem Verzehr richtig lagern können. Erwerben Sie deshalb lieber häufiger Frischprodukte, dafür in kleineren Mengen. Früchte und Gemüse im Offenverkauf bieten sich bei kleineren Haushalten als clevere Alternative zu abgepackten an
  • Nach dem Einkauf sollten Sie die Lebensmittel luftdicht zu verschliessen und kühl zu lagern

Datenquelle: forsa/RaboDirect Deutschland
Text: Radovan Milanovic

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