Traditionelle Küche in Berlin

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Die Berliner Küche wurde in den verschiedenen Abschnitten der Stadtgeschichte von unterschiedlichen Einflüssen geprägt und hat sich heute zu einer der vielfältigsten in ganz Europa entwickelt. Dabei sind es nicht unbedingt die alten Einflüsse, sondern besonders die neueren der Nachkriegszeit, die die Berliner Küche prägen.

Kaum ein Gericht macht diese Entwicklung so deutlich, wie der Döner. Das ursprünglich aus der Türkei stammende Gericht wurde in Berlin neu erfunden und ist jetzt einer der beliebtesten Snacks in ganz Europa. Die Idee das traditionell am Spieß gebratene Fleisch mit Salat in einem Fladenbrot zu servieren stammt von einem Verkäufer türkischer Abstammung, der in seinem Laden in Berlin versuchte den Absatz zu steigern. Heute ist der Döner aus Berlin nicht mehr wegzudenken und es gibt ihn in allen Größen und Variationen. Besonders beliebt ist der Gemüsedöner des Ladens Mustafa’s auf dem Mehringdamm. Hier bildet sich zu jeder Tageszeit eine lange Schlange von Leuten, die anstehen, um einen der Döner zu kaufen.

Neben dem Döner gibt es ein anderes Fast Food Gericht, das für Berlin steht. Die Currywurst stammt wie der Döner aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Die Gastronomin Herta Heuwer suchte nach einer billigeren Alternative für die bei den US-Soldaten so beliebten Burger und kam auf die Idee, Ketchup mit Currypulver zu vermischen und dies zu einer Bratwurst zu reichen. Heute gibt es in Berlin fast an jeder Ecke eine Currywurstbude. Die Wurst, die mit Pommes oder einem Brötchen gereicht wird, erfreut sich ungebrochener Beliebtheit und wird deutschlandweit jährlich über 800 Millionen Mal verzehrt.

Der Krapfen, Berliner Pfannkuchen oder auch kurz Berliner ist ein weiteres traditionelles Berliner Gericht. Der aus Hefeteig bestehende Teigballen, der mit Konfitüre gefüllt im schwimmenden Fett ausgebacken wird, kommt ursprünglich aus Norddeutschland. Während diese früher besonders zu Karnevalszeiten angeboten wurden, sind sie heute ganzjährig in fast jeder Bäckerei zu finden.

Ein weiteres Gebäck, das in Berlin sehr beliebt ist, ist die Brezel. Das ursprünglich aus dem süddeutschen Raum stammende Gebäck wurde schon im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt und ist heute nichtmehr aus der deutschen, beziehungsweise Berliner Küche wegzudenken. Der symmetrisch verschlungene Teigstrang wird gesalzen und oder belegt gereicht und ist der perfekte Snack zwischendurch.

Die aufgeführten Gerichte gibt es, wie gesagt, in fast allen Gegenden in Berlin. Wer die traditionelle Küche genießen möchte, muss dafür nicht extra ein spezielles Restaurant, einen Bäcker oder einen Imbissstand ansteuern. Da diese sich inzwischen mit verschiedenen Lieferdiensten zusammengeschlossen haben, kann man alle Gerichte gemütlich nach Hause oder in das Hotel liefern lassen.

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