Michael Rath gibt Tipps zu den häufigsten Ernährungsfehlern bei gesunder Ernährung

München: Eine wirklich gesunde Ernährung ist alles andere als

Michael Rath
Michael Rath

einfach. Viele glauben sogar, sehr gesund zu essen. Doch eines Tages wundern sie sich, warum es hier ziept oder dort drückt. Viele Ernährungsfehler kommen besonders häufig bei Menschen vor, die gerade erst ihre Ernährung umgestellt haben. Aber auch „alte Hasen“ in Sachen gesunder Ernährung sind oft „betriebsblind“ und begehen den einen oder anderen typischen Ernährungsfehler.

Viele Menschen möchten sich gesund ernähren, um sich besser zu fühlen, um fitter zu werden, um Krankheiten abschütteln zu können, um schneller gesund zu werden.

Im Bioladen ist vieles sehr viel besser, aber nicht alles perfekt und schon gar nicht alles gesund. Mit dem richtigen Wissen ausgestattet können Sie jedoch auch hier genau unterscheiden, was gut ist, was ab und zu okay ist und was besser im Regal bleibt.

Tipp 1 zur gesunden Ernährung: Weniger Omega-6-Fettsäuren

Im Bio-Laden wimmelt es von Omega-6-Fettsäuren.
Omega-6-Fettsäuren sind natürlich gesund, ja sogar essentiell, also lebensnotwendig.
Zu viel davon ist jedoch gar nicht gut. Dann nämlich fördern sie chronische Entzündungen – und die gibt es heute mehr als genug. Omega-6-Fettsäuren sollten daher in einem Verhältnis von höchstens 5 zu 1 besser 3 zu 1 mit Omega-3-Fettsäuren verzehrt werden.
Das heute übliche Verhältnis liegt jedoch bei mindestens 10 bis 25 zu 1 oder noch weit darüber. Es herrscht also ein allgemeiner Omega-6-Fettsäuren-Überschuss, der mit vielen angeblich gesunden Produkten aus dem Bioladen (aus dem normalen Supermarkt natürlich ebenfalls) noch forciert werden kann.

Michael Rath empfiehlt: „Wählen Sie die richtigen Öle!“

Sonnenblumenöl und Distelöl, aber auch Traubenkernöl oder Kürbiskernöl sind Öle mit sehr hohen Omega-6-Gehalten. Gerade das Kürbiskernöl wird meist nur in kleinen Mengen für bestimmte Rohkostsalate verwendet. Doch sollte man den Gebrauch dieser Öle in rauen Mengen unbedingt vermeiden. Für Salate sind Olivenöl oder Hanföl weitaus besser geeignet. Kaltgepresstes Olivenöl verliert beim Braten seinen Geschmack und Wirkung. Zum scharfen Anbraten hingegen wählt man Rapsöl oder Ghee.

Tipp 2 zur gesunden Ernährung: Weniger Vollkorn

Bei einer Ernährungsumstellung kommt es häufig dazu, dass man plötzlich unheimlich viel Vollkorn verzehrt. Mit Vollkorn sind hier Getreideprodukte aus Weizen, Dinkel, Hafer und Roggen gemeint. Man nimmt nun alles in Vollkornausführung zu sich:

Morgens Frischkornmüsli, in der Firma Vollkornbrote, mittags Vollkornpfannkuchen, nachmittags Vollkornkuchen und abends Vollkornnudeln.

Michael Rath ist sich sicher: „Zu viele Vollkornprodukte sind schlecht für das Verdauungssystem und aufgrund der hohen Kohlenhydratgehalte auch für die Bauchspeicheldrüse und die Leber.“

Kastanienflocken oder ein Brei aus Kastanienmehl schmecken mit Früchten und Mandelmus äusserst köstlich. Natürlich können auch abwechselnd Nüsse, Mandeln, Kokosmehl, Leinsaat, Hanfsaat und andere Ölsaaten verwendet werden.
Und wer Kohlenhydrate und Fette generell einschränken will, wird verstärkt Gemüse, Früchte und Proteinquellen verzehren.

Tipp 3 zur gesunden Ernährung: Weniger Gluten

Die meisten glutenempfindlichen Menschen leiden an einer Glutensensitivität (auch Glutenintoleranz genannt), die zu den unterschiedlichsten Symptomen führen kann.

Dazu gehören Verdauungsbeschwerden, Migräne, Depressionen, Fibromyalgie, ständige Müdigkeit, Autoimmunerkrankungen und nicht zuletzt Übergewicht.

Michael Rath empfiehlt deshalb weniger häufig zu Getreideprodukten zu greifen oder wenigstens glutenfreie Produkte zu wählen:

„Verzichten Sie auf Getreide und Sie werden höchstwahrscheinlich Entzugserscheinungen, wie starke Müdigkeit, Gemütsschwankungen, Depressionen durchleiden.“

Glutenfreie Produkte findet man in den Bioregalen der meisten Supermärkte.

Tipp 4 zur gesunden Ernährung: Weniger Früchte und Fruchtsäfte

In der Vitalkost kommt es oft vor, dass viele Anfänger sehr viel Obst essen – zu viel Obst. Früchte jedoch sind sehr zucker- und fruchtsäurereich. Beides ist im Übermass alles andere als gesund – weder für die Zähne noch für den übrigen Körper.

Gleichzeitig liefern Früchte im Vergleich zum Gemüse sehr viel weniger Mineralstoffe, so dass es bei einem Früchteüberhang schnell zu einem Mangelzustand kommen kann.

Michael Rath sagt: „Mit Fruchtsäften nimmt man gar noch schneller grosse Früchtemengen zu sich und kann auf diese Weise dann auch rasch einen Fructoseüberschuss erreichen.“

Bei einem hohen Früchteverzehr wird die Ernährung überdies immer eiweissärmer, denn Früchte liefern nur wenige Proteine, nämlich meist unter 1 Prozent.

Tipp 5 zur gesunden Ernährung: Mehr Eiweiss

Eiweiss besteht aus Aminosäuren, von denen 8 essentiell sind, also unbedingt mit der Ernährung aufgenommen werden müssen. Nun sind aber nicht alle Aminosäuren in jeder Eiweissquelle in der erforderlichen Menge enthalten.

Michael Rath empfielt: „Proteinkombinationen komplettiert durch hoch bioverfügbare Nahrungsergänzungsmittel.“

Zur Verfügung stehen das Reisprotein, das Erbsenprotein, das basische Lupinenprotein und das Hanfprotein.

Tipp 6 zur gesunden Ernährung: Weniger Snacks

Snacken führt dazu, dass man zwar mit den sog. Makronährstoffen Kohlenhydrate, Fett und Proteinen meist gut versorgt ist. Doch fehlen jetzt Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Snacks sind überdies oft sehr zucker- oder salzreich und gleichzeitig sehr wasserarm, was in dieser Kombination aus gesundheitlicher Sicht natürlich ebenfalls nicht gerade sinnvoll ist. Sehr viel besser ist das Konzentrieren auf wenige Hauptmahlzeiten.

Michael Rath empfiehlt lange Pausen zwischen den Mahlzeiten besonders am Abend und in der Nacht.

Das hat nicht nur auf das Gewicht eine hervorragende Wirkung, sondern fördert überdies viele Heilprozesse. Man beginnt einfach etwas später am Tag mit dem Essen, z. B. um 12 Uhr mit der ersten Hauptmahlzeit. Es folgt dann z. B. gegen 18 Uhr eine zweite und auch schon letzte Hauptmahlzeit. Zwischenmahlzeiten gibt es keine. Die nächtliche Essenspause ist auf diese Weise ca. 18 Stunden lang.

Tipp 7 zur gesunden Ernährung: Nicht zu spät am Abend zu viel Rohkost

Spätes Essen ab etwa 20 Uhr oder später belastet den Organismus enorm. Natürlich hängt es auch sehr von der Art des Essens ab. Ein schweres fett- oder eiweissreiches oder auch glutenhaltiges Essen oder gar ein mehrgängiges Menü überfordert die Verdauungsorgane am späten Abend dagegen massiv und führt nicht selten dazu, dass man am nächsten Morgen vollkommen gerädert aufwacht. Nach einer Ernährungsumstellung wird oft sehr viel Rohkost in den Speiseplan eingebaut. Nicht selten wird die Rohkost auch nicht gründlich genug gekaut. Dann aber liegt die Rohkost schwer im Magen, ganz besonders am Abend.

Michael Rath ist sich sicher: „Eine gute Verdauung beginnt bereits im Mund! Mit der Verspeichelung der Nahrung setzt der Verdauungsprozess schon ein. Außerdem wirkt sich das Kauen auf die Psyche aus, weil wir auch über diesen Weg registrieren, dass wir genug Nahrung zu uns nehmen.“

Gehen Sie also sanft mit der Umstellung vor. Achten Sie darauf, Rohkost immer besonders gut zu kauen und einzuspeicheln und sie anfangs nur bis zum frühen Nachmittag zu sich zu nehmen, am Abend aber nicht mehr.

Tipp 8 zur gesunden Ernährung: Weniger „Gesundes“

Am Anfang einer Umstellung in Richtung gesunde Ernährung gerät man häufig in Versuchung, das Gesündeste vom Gesunden zu essen – und zwar richtig viel davon.
Man schluckt Vitaminpillen, Fischölkapseln, Calciumpräparate, Spurenelemente, Probiotika, Grünpulver, Proteintabs, Superfoods – ob diese für einen persönlich nun erforderlich sind oder nicht und kommt vor lauter Präparate gar nicht mehr zum Essen.

Michael Rath ist sich auch sicher: „Durch die Verwendung frischer, natürlicher Lebensmittel komplettiert durch hoch bioverfügbare Nahrungsergänzungsmittel ernähren Sie sich deutlich gesünder.“

Genauso wählt man nur dann ein Proteinpräparat, wenn der eigene Bedarf gerade so hoch ist, dass der Speiseplan ihn nicht decken kann. Auch die Dosierung sollte sehr bedacht gewählt werden und sicher nicht nach dem Motto „viel hilft viel“.

Tipp 9 zur gesunden Ernährung: Keine Angst vor „ungesunden“ Lebensmitteln

Soja ist besonders in Verruf geraten und wird von vielen Menschen im selben Atemzug mit Arsen und Quecksilber genannt und folglich als hochgradiges Gift betrachtet. Fisch sei mit Quecksilber belastet, Salz und Gewürze seien unnatürlich und von unseren urzeitlichen Vorfahren nie gegessen worden, Kartoffeln seien zu stärkereich, Eier seien cholesterinreich, Hülsenfrüchte enthalten – genau wie Nüsse und andere Samen – Enzyminhibitoren und giftige sekundäre Pflanzenstoffe und so weiter und so fort. Infolgedessen werden immer mehr Lebensmittelgruppen vom Speiseplan gestrichen.

Michael Rath empfiehlt deshalb, möglichst abwechslungsreich zu essen, unter Verwendung frischer, natürlicher Lebensmittel komplettiert durch hoch bioverfügbare Nahrungsergänzungsmittel.

D.h. die typisch ungesunden und wirklich schlechten Lebensmittel zu streichen (Zucker, Weissmehl, stark verarbeitete Fertigprodukte und jene, die man persönlich nicht verträgt) und die übrigen Lebensmittel in möglichst hoher Qualität auszuwählen.

Quellen und weitere Infos:

www.zentrum-der-gesundheit.de/die-haeufigsten-ernaehrungs…

www.nutrition-michaelrath.net/

Michael Rath
Am Blütenanger 89
80995 München
eMail: presse@nutrition-michaelrath.net

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