Ensinger ist klimaneutral

Der mittelständische Familienbetrieb Ensinger Mineral-Heilquellen GmbH ist klimaneutral. Das teilt das Unternehmen jetzt in einer aktuellen Pressemitteilung mit. Klimaneutral bedeutet, dass durch den Betrieb des Mineralbrunnens die Konzentration an Treibhausgasen in der Atmosphäre nicht erhöht wird.

Ensinger Solarpark mit über 4.000 Solarmodulen

Wie der Umweltpreisträger dabei vorgegangen ist, erklärt Thomas Fritz, geschäftsführender Gesellschafter, so: „Schon vor 20 Jahren haben wir begonnen, die Treibhausgas-Emissionen (THG-Emissionen) nach und nach zu reduzieren. Wir sind dabei in drei Schritten vorgegangen.“

Schritt 1: Einsparen von Energie und Verbesserung der Energieeffizienz
„Das größte Potenzial auf dem Weg zur Klimaneutralität liegt natürlich zuerst in der Vermeidung von Energieverschwendung und in der Verbesserung der Energieeffizienz. Jede Energie, die eingespart werden kann, muss später nicht klimaneutral ausgeglichen werden. Für die Verbesserung des Klimaschutzes setzen wir schon seit Jahren alle wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz um“, so Fritz weiter. Auch bei der technischen Modernisierung der Abfüllanlagen spielt das Einsparen von Ressourcen eine große Rolle. So lässt sich mit der neuen Flaschenreinigungsmaschine der Wasserverbrauch um bis zu 50 Prozent reduzieren. Weitere Beispiele sind ein umfangreiches Energieeffizienzprogramm in der Drucklufterzeugung und die Umstellung auf LED-Beleuchtung im gesamten Betrieb.

Schritt 2: Ausbau der regenerativen Energiequellen
Wo immer ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll, werden im zweiten Schritt konventionelle Energiequellen gegen regenerative ausgetauscht. Im Falle von Ensinger wurde schon vor zehn Jahren ein Solarpark mit 4.000 Solarmodulen errichtet. Damit können seither circa 22 Prozent des gesamten Strombedarfs CO2-neutral selbst erzeugt werden. Daraufhin wurde auch der übrige Energieeinsatz auf Ökostrom und auf Ökogas aus der Reststoffverwertung umgestellt. Im Jahr 2016 begann die Umstellung von Propangas- auf Elektrostapler und an der firmeneigenen Tankstelle wird seit 2017 regenerativer C.A.R.E.-Diesel getankt, der bis zu 80 Prozent weniger CO2-Ausstoß verursacht als herkömmlicher Diesel. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Pforzheim wurde 2019 dann diskutiert, wie die noch verbliebenen sieben Prozent durch geeignete CO2-Minderungsprojekte neutralisiert werden können und damit die Klimaneutralität für den gesamten Betrieb erreicht wird.

Schritt 3: Ausgleich der verbleibenden CO2-Emissionen
„Zusammen mit unserem Partner First Climate wurden die relevanten Emissionen am Standort erfasst. Das sind zum einen alle THG-Emissionen, die direkt anfallen, zum Beispiel aus der Verbrennung durch stationäre oder mobile Quellen wie dem unternehmenseigenen Fuhrpark. Dasselbe gilt für die indirekten THG-Emissionen, die sich aus dem Stromverbrauch ergeben“, erklärt Fritz. „Da wir in den letzten 20 Jahren die THG-Emissionen bereits um 93 Prozent senken konnten, blieben rückwirkend auf das Jahr 2018 nur noch 535 Tonnen CO2, die wir durch die Unterstützung eines geeigneten Projektes in Afrika ausgleichen.“

Klimaschutz und soziale Verantwortung in einem Projekt vereint
Gemeinsam mit First Climate wurde ein Projekt ausgewählt, das Umweltschutz und soziale Verantwortung vereint: die Sanierung von Trinkwasserbrunnen in Malawi, einem der ärmsten Länder der Welt. Durch den verbesserten Zugang zu Trinkwasser muss schmutziges Wasser nicht mehr abgekocht werden. Das spart große Mengen an Feuerholz, welches klimaschädliches CO2 freisetzen würde. Zudem tragen diese Maßnahmen dazu bei, die Schadstoffbelastung in Häusern und Hütten zu senken. Dieses Projekt ist nach dem höchst möglichen Standard der Vereinten Nationen, dem „Gold Standard“, zertifiziert.

„Enkeltauglich zu sein heißt, für unseren Planeten Erde Verantwortung zu übernehmen.“
„Etwas anderes als der Gold Standard kam für uns deshalb nicht in Frage“, betont Thomas Fritz. „Wir wollen durch überzeugende Nachhaltigkeitsprojekte lokal, regional und global Gutes bewirken. Auch in diesem Punkt möchten wir als Familienunternehmen unserer sozialen Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen gerecht werden.“

Nähere Informationen finden Sie auf www.ensinger.de.

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