Recycling: Ensinger erreicht 99 Prozent Wiederverwertung

ensingerVaihingen / Enz-Ensingen, 4.11.2019 – Seit Januar 2019 sind die neuen Regelungen der Gewerbeabfallverordnung in Kraft. Demgemäß müssen Gewerbebetriebe 90 Prozent ihres Abfalls sortenrein erfassen und verwerten und dies einmal jährlich nachweisen. Dies geschieht durch das Zertifikat eines unabhängigen Sachverständigen gegenüber dem Landratsamt oder dem Regierungspräsidium. Die Ensinger Mineral-Heilquellen GmbH, bekannt für Marken wie Ensinger
SPORT und ein breites Sortiment an Mineralwässern, Direktsaftschorlen sowie Sport- und
Erfrischungsgetränken, hat die Komplettentsorgung dem Dienstleister „DU: willkommen in der
Umwelt“ übertragen und erreicht schon jetzt eine Wiederverwertungsquote der Rohstoffe von
über 99 Prozent.
„Laut der von DU: erfassten Statistik liegen wir mit einer Wiederverwertungsquote von 99,19 Prozent
deutlich über den Vorgaben der novellierten Verordnung“, erklärt Erwin Schieler, Produktionsleiter bei
Ensinger. Mit diesem Ergebnis zeigt das mittelständische Familienunternehmen einmal mehr, wie
erfolgreich sich sein Nachhaltigkeitskonzept in der Praxis bewährt, das bereits mit dem Umweltpreis BadenWürttemberg und dem LEA Mittelstandspreis für soziale Verantwortung ausgezeichnet wurde.
Pro Jahr füllen die Ensinger Mineral-Heilquellen 120 Millionen Liter Mineralwasser und Mischgetränke ab.
2018 kamen dabei über 150 Millionen Glas- und Kunststoffflaschen zum Einsatz, die durch die
Wiederverwertung zu 2200 Tonnen recyceltem PET und Altglas wurden. Letzteres splittet sich in 290 Tonnen
Bunt- und 730 Tonnen Weißglas. Wie hoch der Grad der Wiederverwertung ist, erfährt Ensinger über die
vom Dienstleister DU: geführten Statistiken und in den Beratungsgesprächen mit DU: rund um
Entsorgungsfragen. Aktuell sieht das Entsorgungskonzept etwa vor, dass möglichst viele Sammel- und
Sortierbehälter auf den 44.600 m² des Logistikzentrums verteilt sind. Zusätzlich stehen jährliche MitarbeiterSchulungen zu den Themen Recycling und Wertstoffsammlung auf dem Programm.
Ökologischer Fußabdruck
Neben PET und Glas sortiert und entsorgt Ensinger Abfälle wie Altetiketten oder Verpackungsmaterial aus
Holz, Papier, Folie und Kartonagen. Belegen muss das Unternehmen diesen Aufwand zum Umweltschutz
nicht erst seit in Krafttreten der neuen Gewerbeabfallverordnung. „Wir sind seit Jahren nach nationalen und
internationalen Qualitäts- und Umweltschutznormen wie IFS, DIN ISO 9001, 14001 und 50001 zertifiziert“,
erklärt Erwin Schieler. Denn Nachhaltigkeit ist dem schwäbischen Mineralbrunnen schon immer ein
Anliegen. Der ökologische Fußabdruck soll möglichst gering sein. Deshalb wird Abfall nicht nur recycelt,
sondern vor allem vermieden und auf regenerative Energie zurückgegriffen. So spart der Familienbetrieb
durch optimierte PET-Flaschenrohlinge seit 2014 jährlich 40 Tonnen Material. Seit November 2017 wird die
betriebseigene Tankstelle mit nachhaltigem C.A.R.E. Diesel® beliefert. Bei C.A.R.E. Diesel® handelt es sich um
einen Hochleistungskraftstoff, der überwiegend aus Rest- und Abfallstoffen nach einem speziellen Verfahren
hergestellt wird. Die für die Produktion der Ensinger Getränke erforderliche Energie stammt komplett aus
regenerativen Quellen. Dafür produziert Ensinger mit mehr als 5000 Solarmodulen jährlich bis zu 950.000
kWh Strom. Das spart pro Jahr 850 Tonnen CO2 – eine Menge, die in etwa den durchschnittlichen Emissionen
von 75 Personen entspricht.
Längst nicht alle Betriebe arbeiten so nachhaltig wie Ensinger und trennen ihre Wertstoffe so exakt. Bei DU:
schätzt man, dass lediglich drei Prozent aller Gewerbebetriebe in der Region die 90/10-Quote erfüllen. Dabei
ist die Übergangfrist bereits seit März dieses Jahres abgelaufen. Spätestens ab 2020 erwartet der
Dienstleister „DU: willkommen in der Umwelt“ Stichproben der Behörden auch bei Abfallerzeugern im Filstal
und möglicherweise Geldstrafen bei Verstößen gegen die neue Regelung.

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