Essen auf dem Jakobsweg: Was erwartet einen bei einer Pilgerreise?

Für diejenigen, die sich dazu entscheiden, den Jakobsweg zu bestreiten, stellt auch das Essen während ihrer Reise ein wichtiges Thema dar. Schließlich kann das Erlebnis des Jakobweges nur mit ausreichender Energie wirklich in vollen Zügen genossen werden.

Welche Speisen die Teilnehmer auf ihren Pilgerreisen auf den verschiedenen Wegen erwarten können – und keinesfalls verpassen sollten –, erklärt der folgende Beitrag.

Jakobsweg – Gesund und lecker speisen

Um das Ziel, den Jakobsweg erfolgreich zu beschreiten, tatsächlich zu erreichen, kommt es in hohem Maße auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung an. Schließlich handelt es sich bei dem Essen um eine wichtige Energiequelle, auf welche die Pilger angewiesen sind, um die langen Strecken der einzelnen Abschnitte zu meistern.

Daneben handelt es sich bei dem Jakobsweg jedoch durchaus auch um eine gastronomische Route, welche voll und ganz ausgekostet werden sollte. Wird sich während der Reise durch die regionale Küche probiert, kann dies den Unterschied zwischen einem schönen und einem wirklich unvergesslichen Erlebnis ausmachen. Leckeres Essen zu genießen, steht schließlich in keinem Widerspruch dazu, den Körper mit sämtlichen essentiellen Nährstoffen für den herausfordernden Weg zu versorgen.

Gastronomischer Tourismus auf dem Jakobsweg

Es gibt einige Pilger, die den Jakobsweg unter anderem deswegen beschreiten möchten, weil sie die landestypische Gastronomie erkunden möchten. Jede Strecke des Jakobweges bietet dabei traditionelle Gerichte, die Geist und Körper gleichermaßen verwöhnen.

Der französische Weg

Auf dem französischen Weg können sich die Pilger vor allem an Eintöpfen, Brühen und Suppen erfreuen. Auf der Strecke, die sich durch die Hochebene Kastiliens zieht, sind besonders der Maragato-Eintopf und die kastilische Knoblauchsuppe zu empfehlen.

Daneben spielt vor allem am Beginn der Strecke Käse eine große Rolle. Für den höchsten Genuss stehen beispielsweise unterschiedliche Schafskäse-Sorten bereit, wie Ossau Iraty, Roncal oder Idazábal.

Entlang des französischen Weges ist außerdem viel Fisch zu finden. Abhängig von dem jeweiligen Abschnitt lassen sich dabei ganz unterschiedliche Zubereitungsarten entdecken, wie beispielsweise eine Kreation mit Schinken.

Die nördlichen Wege

Werden die nördlichen Bereiche des Jakobweges bewandert, lassen sich beispielsweise die Käse-Sorten von Liébana entdecken. Auch asturischer Käse erfreut sich nicht nur unter den Pilgern einer überaus großen Beliebtheit, wie etwa der San Simón oder der Afuega`l pit.

Fisch und Meeresfrüchte sind auf dem Küstenweg natürlich in Hülle und Fülle zu finden. Sehr typisch ist in diesen Regionen zum Beispiel der Kabeljau, der allerdings ganz verschieden zubereitet werden kann, ob auf Art der Biskaya oder als pil-pil Variante.

Einen traditionellen Bestandteil der beiden Wege im Norden stellen außerdem Bohnen dar. Empfehlenswert ist beispielsweise die asturische fabada, ein überaus schmackhafter Bohneneintopf.

Galicien

Unabhängig davon, welcher Jakobsweg beschritten wird, die Wanderung endet in Galicien. Während der letzten Station ihrer Reise können sich die Pilger definitiv auch auf die traditionellen Gerichte von Galicien freuen.

Bekannt ist die Region beispielsweise für ihre exquisiten Meeresfrüchte. Berühmt ist daneben auch der Käse von Arzúa-Ulloa. Gefüllte Empanadas werden ebenfalls von vielen Pilgern in höchstem Maße geschätzt. Dabei werden ganz unterschiedliche Zutaten genutzt, als besonders empfehlenswert gelten jedoch Empanadas, die mit Aal bestückt sind.

In Spanien stellt außerdem galicisches Rindfleisch eine ganz besondere Delikatesse dar. Dies gilt in besonders hohem Maße für das Galicische Blondvieh.

Doch auch Fans von gutem Nachtisch kommen in Galicien vollkommen auf ihre Kosten, ob mit dem Kuchen von Portomarín, dem Löffelbiskuit von Melide oder dem unglaublich leckeren Nachtisch aus Mandeln.

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