
Für das Gastor-Projekt ist die richtige Planung das A und O, da ansonsten früher oder später etwas schiefläuft. Um Verzögerungen oder Unkosten daher zu vermeiden, werden im folgenden Text die wichtigsten Punkte dargestellt, die bei einer industriellen Großküchenausstattung von Bedeutung sind und berücksichtigt werden sollten.
Die Grundlagen müssen stimmen!
Zu Beginn wird mit einer Grobplanung begonnen, welcher die Raummaße und besondere Gegebenheiten der Räumlichkeiten umfasst. Mit diesen Angaben wird unter Hinzuziehung eines Projektplaners eine Auswahl benötigter Arbeitsflächen und Gerätschaften getroffen. Von entscheidender Bedeutung sind dabei die Anschlussmöglichkeiten, sodass die Geräte einwandfrei funktionieren können. Es empfiehlt sich, im Vorfeld die grobe Anzahl der benötigten Anschlüsse zu kennen und mit dem Projektleiter zu besprechen. Im Anschluss wird die Speisekarte analysiert, um die geplante Essensanzahl und damit einhergehende Arbeitsfläche zu kennen. Darunter versteht sich neben Lagerung und Anlieferung auch die Vorbereitung, Verteilung und Produktion der Lebensmittel. Diese müssen sachgemäß gelagert und bearbeitet werden.
Die Lüftungsanlage und Fettabscheider
Als weiterer Faktor ist die Lüftungsanlage zu nennen. Dabei ist die Haubengröße abhängig von der abzusaugenden Fläche. Neben den Lüftungsanlagen müssen bei einer industriellen Großküchenausstattung auch die Fettabscheider berücksichtigt werden. In Bereichen, in denen Öle oder Fette in das Abwasser gelangen, müssen Fettabscheider (DIN 4040/ DIN EN 1825) eingesetzt werden. Die Installation dieser Gerätschaften erfolgt entweder außen am Gebäude oder im Keller.
Die Finanzierungsmöglichkeiten
Als wichtigster Punkt ist die Finanzierung zu nennen. Das Budget sollte langfristig geplant werden, wobei nicht unbedingt an der einzubauenden Küche gespart werden sollte. Ist aufgrund der Größe des Projektes nicht ausreichend Geld zur Verfügung, kann man sich auch für eine Fremdfinanzierung entscheiden. Hierfür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Neben einem Privat- oder Bankkredit, kann man sich auch für Fördermittel oder Leasing entscheiden. Möchte man beispielsweise eine Brauerei eröffnen, gibt es auch ein Brauereidarlehen und einen Brauereivertrag.
Montage der Großküchentechnik
Sobald die Planung erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wurde mit der Arbeit begonnen. Dabei müssen nicht nur Zeitpläne erstellt werden, sondern auch Geräte bis zu einem bestimmten Zeitpunkt angeliefert und montiert sein. Auch die Beauftragung der Handwerker sollte rechtzeitig erfolgen, da diese oftmals Monate im Voraus ausgebucht sind und daher kurzfristig nicht zur Verfügung stehen können.
Die Überprüfung und Vorbereitung
Während der Vorbereitung sollten die Anlieferungswege und Zugänge zur Baustelle überprüft werden. Auf diese Weise kann man verhindern, dass es zu Verzögerungen kommt. Ein weiterer Aspekt ist die Installation der Geräte und die Montage. In den meisten Fällen müssen Sanitär-, Lüftungs- sowie Gas- und/oder Elektroanlagen unter Hinzuziehung von Monteuren eingebaut werden. Des Weiteren ist es notwendig, dass sämtliche Anschlüsse überprüft werden.
Die Installation der Küchengeräte
Vorsicht ist besser als Nachsicht! Aufgrund dessen empfiehlt es sich, die gelieferten Küchengeräte auf Mängel zu überprüfen. Dabei sollte erst einmal die Verpackung und anschließend das Gerät von allen Seiten in Augenschein genommen werden. Sollte man Lieferschäden feststellen, müssen diese umgehend gemeldet werden, sodass die Gewährleistung eingehalten werden kann.
Nach Überprüfung der Geräte kann man diese an die Monteure und Handwerker übergeben, sodass sie installiert werden können. Hierbei empfiehlt sich die Erstellung eines Montageplans, sodass keine größeren Geräte, die bereits installiert wurden, im Weg stehen. Der Großküchentechniker ist sowohl für die Installation als auch für die Inbetriebnahme der Großküche zuständig und unterweist den Besitzer im Hinblick auf die Bedienung der Geräte. Wurden alle Fragen geklärt, unterschreibt man eine sogenannte Abnahmeerklärung. Merke: Für die Abnahme sollte man sich genügend Zeit nehmen und alles genauestens überprüfen. Sollten Fragen offen sein, sind diese unbedingt zu stellen.
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